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Freude auf dem Siegerpodest: Das Team Kuhnlein/Liebrenz fuhr auf Platz 1. Von links Sascha und Yvonne Liebrenz, Kerstin und Uwe Kuhnlein. Im rosa Trikot die Zweitplatzierten, mit denen man sich ein spannendes Rennen lieferte

Kuhnlein und Liebrenz wieder erfolgreich

26.08.2021 1. Platz beim 24 Stunden MTB Rennen Heavy24 in Chemnitz im 4er Mixed.

Fotos: privat
Das Team Kuhnlein/Liebrenz freut sich über den Sieg im MTB Rennen Heavy24 in Chemnitz. Von links Yvonne und Sascha Liebrenz, Kerstin und Uwe Kuhnlein

Chemnitz/Steinwiesen (sd) Auch Corona kann die Rennerfolge von Kerstin und Uwe Kuhnlein sowie ihrer Tochter Yvonne und deren Mann Sascha Liebrenz nicht stoppen. Der ersten Platz beim 24 Stunden MTB Rennen Heavy24 in Chemnitz mit insgesamt 600 Kilometern und 8.000 Höhenmetern in 24 Stunden wurde herausgefahren.

Am vergangenen Wochenende gingen die vier erfolgreichen Mountainbiker zum ersten Mal bei einem 24 Stundenrennen an den Start. Bisher waren bei 12h Rennen schon große Erfolge gefeiert worden, aber da hier alle Rennen wegen den Auflagen abgesagt wurden, kam die Möglichkeit, bei einem 24h Rennen starten zu können, doch recht überraschend! Aber nicht lange überlegt und sich einfach angemeldet, so spontan kennt man die Kuhnleins seit Jahren. Da außer Sascha aber noch niemand ein 24h Rennen gefahren war, bestand natürlich eine große Ungewissheit, wie das alles ablaufen wird.

Am Samstag früh ging es um 7.00 Uhr nach Chemnitz, schnell wurde das Zelt aufgebaut und die Startunterlagen geholt, bevor um Punkt 12.00 Uhr der Startschuss fiel. Zusammen mit insgesamt 556 Mitstreitern ging es in der 4er Mixed Konkurrenz los. Zuvor musste natürlich 3G konform alles abgesichert sein! Das Rennen ging über 24 Stunden, jede Runde war 10 Kilometer lang und wurde in ca. 22 Minuten im Schnitt gefahren. Die vier Fahrer wechselten jede Runde durch und so war natürlich in diesen 24 Stunden nicht an Schlaf zu denken. Es mussten insgesamt 600 Kilometer und ca. 8.000 Höhenmeter überwunden werden.

Wie Kerstin Kuhnlein berichtete, hatte man aber keinerlei Erfahrung beim Fahren in der Nacht und sie mussten sich sogar erst passende Lampen besorgen. Doch all das spornte die vier Athleten erst so richtig an. Bereits nachdem alle vier jeweils eine Runde gefahren waren, war abzusehen, es gibt einen Zweikampf um den Sieg und genau so kam es auch! In den ersten neun Stunden wechselte die Führung wirklich jede Runde hin und her und als die Nacht anbrach war ein minimaler Vorsprung von zwei Minuten herausgefahren. Doch sie hatten wenig Hoffnung, in der Nacht mithalten und den Vorsprung halten zu können. Nachts im stockdunklen Wald über gefühlt 1000 Wurzeln auf so einer extrem anspruchsvollen Strecke zu fahren, war dann noch mal eine ganz neue Herausforderung für Körper und vor allem Geist. Völlig unerwartet konnte der Vorsprung in der Nacht ausgebaut werden und bei Tagesanbruch war der Vorsprung auf 10 Minuten auf Platz zwei angewachsen und die Fahrer auf Platz drei waren schon vier Runden zurück.


Zieleinfahrt nach der 62. Runde und somit Platz 1. Yvonne Liebrenz fuhr außerdem die schnellste Runde aller teilnehmenden Damen

Bei Tageslicht wurde das Fahren wieder deutlich angenehmer, vor allem für die Nerven und die letzten sechs Stunden wurden in Angriff genommen. Als dann am Sonntag um 12:00 Uhr die Zielfahne geschwenkt wurde, war es geschafft! 24 Stunden Nonstop durchgezogen.

Kerstin und Uwe Kuhnlein zusammen mit Yvonne und Sascha Liebrenz waren 62 Runden gefahren und hatten somit eine Runde Vorsprung auf den zweiten Platz. Der Rückstand zu Platz drei betrug dagegen schon sieben Runden. Somit dauerte der Zweikampf um Platz 1 eigentlich die gesamten 24 Stunden und die Steinwiesener konnten ihn schlussendlich für sich entscheiden. Zusätzlich fuhr Yvonne Liebrenz die mit Abstand schnellste Runde aller Damen im gesamten Feld. Dafür gab es eine zusätzliche Auszeichnung.

Ein Großes Lob ging an die Veranstalter, die mit größten Mühen ein grandioses Event auf die Beine gestellt haben.

Kategorien: Sport, Veranstaltungen