Sitzung Marktgemeinderat

04. November 2021 : Urnenfeld, Bushaltestelle und zahlreiche Informationen waren Themen der letzten Sitzung im Mehrzweckhaus in Nurn.
Bereits grob angelegt wurde das Urnenfeld im neuen Friedhof in Steinwiesen

Urnenfeld
Steinwiesen/Nurn (sd) Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) informierte darüber, dass das Urnenfeld im neuen Friedhof in Steinwiesen bereits grob angelegt und bereits angesät ist. Es werden 10 bis 15 Urnengräber entstehen können, die natürlich auch doppelt belegt werden können.

Die Pflege der Anlage übernimmt der Markt Steinwiesen. Aus diesem Grund werden auch die Gebühren neu kalkuliert und sie liegen voraussichtlich deshalb etwas höher als bei einem normalen Grab.

Bushaltestelle Ortsmitte
Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) ging auf die Vor- und Nachteile der beiden möglichen Standorte der Bushaltestelle mitten im Ort ein. Früher stand diese am ehemaligen Gerberhaus, jetzt Koberhaus. Provisorisch wurde sie zum Schleckergarten versetzt. Nach Fertigstellung des Koberhauses könnte sie wieder verlegt werden. Die Vorteile wären hier die vorhandene Parkbucht für Busse und der sichere Warteplatz für Fahrgäste. Hier wird natürlich ein Parkverbot eingerichtet.

Dagegen spricht die nahe Kurve, die die Straße aus Richtung Nordhalben etwas unübersichtlich macht. Wunder zeigte aber auch die Nachteile am Schleckergarten auf. Es müsste eine Parkbucht, ein Wartehäuschen oder auch abgesenkte Bürgersteige angelegt werden.

Nach einigen Diskussionen, bei denen Brigitte Geiger (SPD) vor allem wegen der Parksituation beim Koberhaus für den Schleckergarten plädierte und Robert Unglaub (SPD) sah vor allem den Schülerverkehr kritisch, auch das Problem Müll sprach er an und die teilweise unübersichtliche Parksituation vor der Kurve bei der Raiffeisenbank. Fraktionsvorsitzender der CSU, Jürgen Eckert, dagegen meinte, dass sich eigentlich alle, Bewohner des Koberhauses, Anwohner und Nachbarn dafür ausgesprochen haben, beim Schleckergarten keine baulichen Maßnahmen durchzuführen und die Bushaltestelle zum Koberhaus zurück zu bauen. Auch zweiter Bürgermeister Frank Hauck (CSU) betonte, dass die Haltestelle am Schleckergarten nur ein Provisorium sei und auf Dauer so nicht genehmigt würde. Gegen fünf Stimmen wurde schließlich der Antrag auf die Rückverlegung der Bushaltestelle zum Koberhaus beschlossen. Es sollen jedoch Verkehrsschilder aufgestellt werden, die besonders bei Schulzeiten auf die Situation aufmerksam machen und zur Vorsicht mahnen, sowie in der Haltebucht ein Parkverbot bestehen.

Informationen
Die Förderfibel des Oberen Rodachtals wurde aktualisiert und steht kurz vor dem Druck. Sie ist ein sehr gutes Werkzeug bei Sanierungen usw., damit man sich über die Förderungen informieren kann.

Bezüglich des Umweltumfalls in Erlabrück informierte Bürgermeister Wunder über die bisherigen Maßnahmen. Derzeit erfolgt noch die Schadensaufnahme. In der zweiten Novemberhälfte wird es im Landratsamt Kronach bei einem Pressetermin neue Informationen geben. Die anzuordnenden Maßnahmen werden nach Abschluss der Untersuchungen bekannt gegeben.

Einstimmig wurde beschlossen, auf die Kreditaufnahme von 245.000 Euro aus dem Haushaltsjahr 2020 zu verzichten.

Bürgerversammlungen
Ursprünglich war geplant, eine zentrale Bürgerversammlung für alle Ortsteile im Feststoudl Neufang abzuhalten. Hier könnte das Hygienekonzept eingehalten werden. Aufgrund der immer höher werdenden Inzidenz wurde jedoch einstimmig beschlossen, die Bürgerversammlungen auf das Frühjahr 2022 zu verschieben. Es wird wieder eine gedruckte Bürgerinformationsbroschüre geben, die im letzten Jahr sehr gut angenommen wurde.

Volkstrauertag am 14. November 2021
Am Volkstrauertag findet um 8.15 Uhr die Kirchenparade ab Gasthof Goldener Anker statt. Nach dem Gottesdienst lädt der Markt Steinwiesen die Vereine mit ihren Fahnen sowie die Bevölkerung zur Trauerfeier mit Kranzniederlegung am Ehrenmal ein. Musikalisch begleitet wird diese Feierstunde vom Musikverein Steinwiesen.

Neue Standesbeamtin
Mit Wirkung zum 1. November 2021 wird Sandy Förtsch zur Standesbeamtin des Standesamtsbezirks Steinwiesen bestellt.

Baumfällungen
Auf Anfrage einzelner Bürger erklärte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU), dass man gegen Baumfällungen auf Privatgrundstücken grundsätzlich nichts machen kann. Man kann hier nur an die Verantwortung der Eigentümer appellieren, Bäume, die nicht kaputt oder beschädigt sind, stehen zu lassen. Es müsste sonst eine umfangreiche Verordnung erlassen werden, die dann jedoch keinen Freiraum für irgendwas lässt.

Sanierungsgebiet Ortskern Markt Steinwiesen
Einstimmig beschloss das Gremium, die Verlängerung der Gültigkeit der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Markt Steinwiesen“. Dieses wurde ab 2007 auf 15 Jahre festgelegt. Nun wird die Verlängerung bis 2028 beantragt. Der Marktgemeinderat sieht dies als unbedingt notwendig an. Im Sanierungsgebiet gelegen, können Abschreibungen durchgeführt werden.

Bauantrag
Der Bauantrag von Udo Bätz, Neufang, über den Neubau einer landwirtschaftlichen Halle wurde stattgegeben und an das Landratsamt weitergeleitet.

Innerörtliches Leitsystem
Für das angedachte innerörtliche Leitsystem bzw. die Beschilderung können förderfähige Ausgaben von 50.000 Euro geltend gemacht werden. Die Höhe der Zuwendung von der Regierung beträgt 40.000 Euro, Eigenanteil der Gemeinde 10.000 Euro. Voraussetzung ist die Gründung einer Lenkungsgruppe, die für die Termine, die Standortverhandlungen mit den Grundstückseigentümern, die Bauanträge und den Verhandlungen mit den Firmen, die Schilder benötigen, zuständig ist. Hier sollte jede Fraktion einen Vertreter entsenden, außerdem drei Bürger aus der Geschäftswelt.