Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
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Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Jahresversammlung der Feuerwehr Nurn

17.03.2017 Zwei Wehrmänner erhielten staatliches Ehrenzeichen.

Nurn – Dass die Freiwillige Feuerwehr Nurn treue und damit langjährige Aktive in ihren Reihen hat, dies verdeutlichte die diesjährige Hauptversammlung in der Gaststätte Deuerling. So wurden vier Kameraden für insgesamt 130 Jahre freiwilligen Dienst am Nächsten geehrt. Während Otto Förtsch (40 Jahre) und Markus Merkl (25 Jahre) mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold beziehungsweise Silber ausgezeichnet wurden, erhielten Manfred Greser (45 Jahre) und sein Sohn Jörg (20 Jahre) eine Treueurkunde. In den Rückblicken kam immer wieder die Freude über das neue TSF (Tragkraftspritzen-Fahrzeug) zum Ausdruck. Einige Wochen nach der Segnung des Fahrzeugs wurde dieser Anlass im Mai des vergangenen Jahres mit einem dreitägigen Fest lobgepreist worden.

Zu Beginn der Versammlung zeigte Feuerwehrvereins-Vorsitzender Reinhard Förtsch die im Berichtszeitraum stattgefundenen gesellschaftlichen Ereignisse, wie Florianstag, Johannifeuer, Wanderung oder Winterparty, auf. Eine Selbstverständlichkeit sei die Beteiligung mit der Fahnenabordnung an kirchlichen, gemeindlichen und weltlichen Anlässen gewesen. Lob sprach er der großen Helferschar aus, die beim Feuerwehrfest im Einsatz war. Allerdings sei der teilweise schwache Besuch ein Wehmutstropfen gewesen. Dank galt dem Personenkreis, der sich um die Pflege des Außenbereiches beim Gerätehaus sowie im und um das Haus kümmert.

Kommandant Jörg Greser ließ noch einmal die Vorbereitungen, die Abholung und die offizielle Übergabe des neuen Fahrzeugs Revue passieren. Die Wehr, der 33 Aktive angehören, hätte zehn Einsätze zu verzeichnen gehabt, wobei rund 150 Einsatzstunden geleistet worden seien. Durchgeführt worden seien Übungen und Schulungen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Gerätekunde um die Ausrüstung des neuen Fahrzeugs gelegt worden sei. Nach der Besichtung der Wehr durch die Kreisbrandinspektion sei ein guter Ausbildungsstand, eine sehr gute Durchführung der Einsatzübung und ein guter Kameradschaftsgeist bestätigt worden. Mit der Beteiligung an den Übungen zeigte sich Greser zwar nicht unzufrieden, meinte aber, dass eine Steigerung noch anzustreben sei. Er versprach, dass die kommenden Übungen abwechslungsreich und spannend gestaltet würden. Erfreulich sei gewesen, dass eine Löschgruppe wieder eine Leistungsprüfung erfolgreich ablegte und zahlreiche Kameraden an den verschiedensten Lehrgängen teilnahmen. „Nur so können wir unseren guten Ausbildungsstand halten beziehungsweise noch verbessern“, so der Kommandant.

Da Jörg Greser bislang auch als Jugendwart fungierte, ging er auf die Aktivitäten des Nachwuchses ein. So hätten die Jugendlichen kontinuierlich an den Übungen der aktiven Mannschaft teilgenommen. Besonders erfreulich sei gewesen, dass mit Luisa Förtsch, Sandy Förtsch und Lea Burger drei Mädchen aufgenommen werden konnten. Nachdem im vergangenen Jahr unter anderem eine Umweltaktion durchgeführt worden sei, werde heuer eine weitere Müllsammlung folgen. Er selbst werde nach 17 Jahren nun die Aufgabe in andere Hände geben. Allerdings war dies „nur“ ein gewisser Wechsel im Hause „Greser“, denn künftig wird seine Frau Julia Greser als Jugendwart fungieren. Ihr zur Seite steht Dominik Lunk.

Kassierer Josef Schuberth musste mitteilen, dass unter anderem wegen des Ausfalls des Teichfestes und der „Null-Nummer“ beim Fest sowie eines Zuschusses für die Fahrzeug-Ausrüstung die Ausgaben überwogen. Die Gesamtfinanzsituation gebe aber keinen Grund zur Beunruhigung. Die Prüfer Jürgen Eckert und Ulrich Deuerling bescheinigten die korrekte Führung der Finanzen.

Eigentlich wären die turnusgemäßen Neuwahlen angestanden. Da Vorsitzender Reinhard Förtsch nicht mehr kandieren wollte, im Vorfeld aber kein Nachfolger gefunden wurde, werden diese Wahlen auf das nächste Jahr vertagt. Förtsch selbst wird noch ein weiteres Jahr an der Spitze bleiben.
Ehrungen für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden Albin Deuerling für 30 Jahre, Karlheinz Deuerling und Bernd Bednorz (je 25 Jahre) zuteil. Darüber hinaus erhielt der amtierende Kommandant Jörg Greser für eine 20-jährige und Ehrenkommandant sowie 2. Vorsitzender Manfred Greser für eine bereits 45-jährige aktive Dienstzeit eine Treueurkunde.

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Bei der Feuerwehr Nurn wurde Otto Förtsch (Zweiter von links) vom stellvertretenden Landrat Gerhard Wunder mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Mit im Bild KBI Hans-Ulrich Müller (links) und Kommandant Jörg Greser

Bürgermeister Gerhard Wunder und Kreisbrandinspektor (KBI) Hans-Ulrich Müller führten die Ehrungen für die Verdienste um das Feuerlöschwesen durch. So erhielt Otto Förtsch das staatliche Ehrenzeichen der Klasse 1 in Gold für eine 40-jährige Dienstzeit. Förtsch durchlief mehrere Stationen. So war er unter anderem Gruppenführer und stellvertretender Komandant. Maßgeblich war er am Neu- und Umbau des Gerätehauses beteiligt. Er war es auch, der 1999 den Anstoß zur Gründung der Jugendfeuerwehr gab. Seit 2009 steht er zusätzlich einer so genannten Seniorengruppe vor.

Markus Merkl erhielt das Ehrenzeichen am Band der Klasse 2 in Silber des Staatsministeriums des Inneren für eine 25-jährige Dienstzeit. Er war unter anderem auch als Jugendwart tätig und führte den Nachwuchs zu stolzen Erfolgen auf oberfränkischer Ebene. Merkl, der auch Marktgemeinderat ist, fungierte als Trupp- und Gruppenführer und ist derzeit Gerätewart.

Bürgermeister Gerhard Wunder zeigte die finanziellen Leistungen der Gemeinde für die Feuerwehren in der Großgemeinde auf. Er war sich sicher, dass die Anschaffung des neuen Fahrzeugs noch mehr Motivation bei der ohnehin gut funktionierenden Nurner Mannschaft erzeugt.

KBI Hans-Ulrich Müller nannte die Feuerwehren als ein Stück Lebensqualität und zeigte deren inzwischen vielfältigen Aufgabenbereiche auf. Die Weiterbildungen seien schon deshalb wichtig, weil sich auch dem Eigenschutz dienen.
Bei der Vorschau wurden neben den Besuchen von Feuerwehrfesten unter anderem als Termine in Nurn der 23. Juni (Johannifeuer) und der 28. bis 30. Juli (Teichfest) genannt. hf / Hans Franz

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Merkl Markus (Bildmitte) von der Feuerwehr Nurn wurde mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Silber für eine 25-jährige Dienstzeit geehrt. Die Auszeichnung nahmen KBI Müller (links) und stellvertretender Landrat Gerhard Wunder vor


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