Markt Steinwiesen Markt Steinwiesen
Der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrzentrum und Rathaus
Der Ködelblick oberhalb der Trinkwassertalsperre Mauthaus
Teichmühle Steinwiesen
Blütenpracht in der Bahnhofstraße
Sonnendurchfluteter Hochwald
Sonnenuntergang über der kath. Kirche "Mariä Geburt" Steinwiesen
Ruhebank am "Nurner Brocken"
Sonnenuntergang oberhalb von Steinwiesen

Nachruf

10.01.2017 Die Freiwillige Feuerwehr Steinwiesen trauert um ihren Ehrenkommandanten Ludwig Ströhlein.

Steinwiesen (sd) Kurz vor seinem 85. Geburtstag, den er am 14. Januar hätte feiern können, verstarb nach kurzer schwerer Krankheit der Ehrenkommandant der FF Steinwiesen, Ludwig Ströhlein.

Ludwig Ströhlein trat am 01.06.1951 im Alter von 19 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr Steinwiesen ein. In der damaligen Zeit war die Feuerwehr Steinwiesen mit einer Handbetriebenen Feuerspritze (Klappera), einer Tragkraftspritze von Rosenbauer mit dem dazugehörigen Anhänger und einer Magirus-Anhänger-Leiter ausgestattet. Für die heutige Feuerwehrjugend ist es unvorstellbar, dass unsere Kameraden früher mit diesen nicht Motorisierten Gerätschaften tatsächlich ausgerückt sind. Bereits zwölf Jahre nach seinem Eintritt am 13.01.1963, im Alter von 31 Jahren, übernahm Ludwig Ströhlein das Amt des Kommandanten und führte seine Wehr bis 1978. Darüber hinaus blieb er „seiner“ Feuerwehr auch im Verein treu und war hier von 1983 bis 1995 als Beisitzer in der Vereinsleitung tätig.

1963 konnte er mit seiner Führungsmannschaft ein neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst stellen. Das LF 8-TS der Firma Magirus wurde auf einem Faun aufgebaut, verfügte über Vorbaupumpe, im Heck Tragkraftspritze und hatte 55 PS bei einem Gewicht von 7,49 Tonnen. Es bot einer Gruppenbesatzung Platz und war mit einer eher dürftigen Normbeladung ausgestattet. Die alte „Emma“ wurde im Januar 1994 durch das jetzige LF 8/6 abgelöst und war bis dahin gut dreißig Jahr im Dienst. Auch beim Neubau des Gerätehauses 1984/1985 stand Ludwig Ströhlein den Verantwortlichen mit Rat und Tat zur Seite und war beim Innenausbau arbeitsmäßig tätig.
In seiner Amtszeit wurde vom 18. bis 21. Juli 1975 in der Lagerhausstraße das 100-jährige Gründungsfest mit Zeltbetrieb gefeiert. Im März 1977 übergab der Landkreis eine Rettungsschere an die FF Steinwiesen und hier wurde ein VW Bus umgebaut als auch ein zweiter Bus als Mannschaftsfahrzeug.

Erwähnenswerte Einsätze während seiner Amtszeit waren am 29.02.1968 Scheunenbrand bei Erhard Kuhnlein (Schuhmichl), 06.04.1974 Großbrand Porzellanfabrik (ca. 1 Million Schaden) und am 23.03.1976 Brand im Remitzhof.

Im Jahr 1977 wurde ihm das staatliche Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst am Nächsten verliehen. Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen in Steinwiesen wurde ihm am 13.01.1980 der Titel „Ehrenkommandant“ durch die Vereinsleitung der FF Steinwiesen zugesprochen. Am 28.10.1995 wurde ihm vom Markt Steinwiesen für ehrenamtliches Wirken im sozialen/kulturellen Bereich Dank und Anerkennung ausgesprochen mit Ehrenurkunde und Ehrenzeichen in Silber. Der Kreisfeuerwehrverband Kronach e.V. verlieh ihm im Oktober 2008 in Würdigung besonderer Verdienste um das Feuerwehrwesen im Landkreis Kronach das Ehrenkreuz in Silber.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft erhielt Ludwig Ströhlein für 40 Jahre im Dezember 1991, für 50 Jahre im Dezember 2001 und für 60 Jahre im Mai 2012. Ludwig Ströhlein war seiner Feuerwehr bis zum Schluss treu. In der diesjährigen Jahreshauptversammlung wäre er für 65 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt worden.

Die Freiwillige Feuerwehr Steinwiesen verliert mit Ludwig Ströhlein einen Aktivposten. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für all seine Bemühungen bedanken und sprechen seiner Ehefrau, sowie seinen Söhnen, Enkeln und allen Familienangehörigen unser herzlichstes Beileid aus.



Kategorien: Vereine, Rathaus