Freiwillige Feuerwehr finanziert Sichtschutzwand, Schleifkorbtrage und Funktionswesten

05. Januar 2026: Spendenaufruf ein voller Erfolg
Kommandant Dominik Welscher (li.) und stellv. Kommandant Max Schmermer (re) zusammen mit einigen der Spender und den Anschaffungen Schleifkorbtrage, Funktionswesten und Sichtschutzwand.

Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren ist oft schwierig, manchmal auch gefährlich und kennt keinen Feierabend. 24 Stunden, 7 Tage, 52 Wochen im Jahr sind sie für andere da. Doch es gibt Menschen, die zum einen diese Arbeit nicht schätzen, zum anderen sich an den Einsätzen ergötzen. Schaulustige, Sensationshungrige und in der heutigen Zeit auch viele Gaffer mit Handys, die alles filmen, was ihnen vor die Linse kommt – damit müssen sich auch die Feuerwehren hier im Gemeindegebiet oftmals herumschlagen. Damit dies ein wenig eingedämmt wird, kam nach einem schweren Motorradunfall im Juli 2025 die Idee, eine mobile Sichtschutzwand anzuschaffen. Sie ist minutenschnell aufgebaut und bietet Sichtschutz gerade für die Betroffenen, aber auch für die Feuerwehrler, die hier ihren Dienst ungestörter verrichten können. Sechs mal zwei Meter ist das Element und könnte auch noch erweitert werden. Nach einem Spendenaufruf war die Resonanz groß, von Privatpersonen, Firmen und Parteien wurden zwischen 20 und 500 Euro gespendet, sodass am Ende 1.800 Euro auf dem Konto landeten. 

Von diesen Spenden wurde nicht nur die Sichtschutzwand gekauft, sondern es konnte auch noch eine Schleifkorbtrage angeschafft werden. Sie ist vielseitig einsetzbar, als Rettungstrage, Transportgestell, waagrecht und senkrecht nutzbar und kompatibel mit der Drehleiter der Kronacher Feuerwehr und damit gut für Hilfseinsätze geeignet. Und zu guter Letzt wurden auch noch acht Funktionswesten angeschafft, die besonders bei größeren Einsätzen die Kommunikation und die Erkennung der Zuständigkeiten erleichtern. Bisher hatte man diese Anschaffung immer verschoben und sich mit provisorischen Westen beholfen, aber nun gibt es auch hier eine vernünftige Ausstattung. 

In einer kleinen Inforunde erläuterte Kommandant Dominik Welscher den eingeladenen Spendern die Anschaffungen. Man habe die 1.800 Euro durchaus sinnvoll verwendet und nicht nur die, sondern auch die Erlöse aus den Veranstaltungen das ganze Jahr über. Freilich sei die Gemeinde für den Feuerschutz zuständig, aber man fordere nicht nur, sondern bringe auch eigene Finanzmittel und bei Arbeiten auch handwerkliches Geschick mit ein. „Alles, was wir tun und anschaffen, kommt schließlich der Gesellschaft wieder zugute“, versicherte der Kommandant. Er dankte allen Spendern für ihre Hilfsbereitschaft, es sei toll, dass es Menschen gibt, die die Arbeit anerkennen und unterstützen.