Seelsorgebereichs-Gottesdienst mit Dekan Detlef Pötzl in „Santa Maria Maggiore“ des Frankenwaldes
Steinwiesen, sd. Santa Maria Maggiore, du Kirche im Frankenwald. Du aus dem Schnee geborene, Du unsere Zuflucht und Halt“ – so begann das Lied, das von Steffen Prell extra für die den Gottesdienst und die Kirche „Mariae Geburt“ in Steinwiesen geschrieben und komponiert wurde. Sie wird auch „St. Marien im Schnee“, das „Santa Maria Maggiore“ des Frankenwaldes genannt. Einer alten Sage nach erklärt sich der Name der Kirche durch ein Schneewunder, wie bei St. Maria Maggiore in Rom. Man war sich beim Bau der Kirche über deren Standplatz nicht einig. Dann geschah das Wunder: In der Sommerzeit lag an der Stelle, wo jetzt die Kirche steht, blütenweißer Schnee. Die Schneedecke grenzte genau die Größe der zu erbauenden Kirche ab. Man sah in diesem Wunder einen Wink des Himmels, baute hier die Kirche und gab ihr den Namen „Maria im Schnee“. Schon bald trafen auch die ersten Wallfahrer ein und verehrten ein Gnadenbild, das zum Dank an die wunderbare Standortfestsetzung gestiftet wurde und bei dem sich viele Wunder ereignet haben sollen.
Alle Jahre findet der Gottesdienst für den gesamten Seelsorgebereich Frankenwald in einer anderen Gemeinde statt. In diesem Jahr stand er in Steinwiesen unter dem Motto „Leise rieselt der Schnee“ und hat nichts mit dem Winter zu tun, sondern mit dem Schneewunder, das zum Erbau der Pfarrkirche geführt hat. Zelebriert wurde er von Dekan Detlef Pötzl. Der Hochaltar war mit blauem Licht beleuchtet und vor dem Volksaltar stand auf weißem „Schnee“ eine Nachbildung der Pfarrkirche „Mariae Geburt“. Brigitte Geiger erzählte die Legende dieses Wunders und wie die Steinwiesener die Zeichen der Gottesmutter richtig gedeutet haben. Jesus fordert die Menschen auf, die Zeichen ihrer Zeit zu erkennen, so wie damals vor dem Bau des Gotteshauses. Die Zeichen fordern heraus, nicht einfach weiterzumachen, sondern genauer hinzusehen. In seiner Predigt ging Dekan Detlef Pötzl vor allen Dingen auf Orte ein, wo man sich wohlfühlt. Die Heimat ist so ein Ort, in der man Gemeinschaft spürt, Solidarität, man gut miteinander umgeht. Gott sagt, man soll den Nächsten im Blick behalten, für ihn da sein, die Liebe Gottes weitergeben, auch wenn man den einen oder anderen vielleicht nicht so mag. Aber alle haben das gleiche Ziel, den Weg zu Gott.
Vor dem Segen gab es noch einen Impuls für das Leben. „Leise rieselt der Schnee“ – still und leise fallen die Schneeflocken, keine gleicht der anderen und doch verwandeln sie gemeinsam eine ganze Landschaft über Nacht. So ist es auch im Leben, Begegnungen, Ereignisse und Überraschungen gehören dazu, manchmal schön, ab und zu auch nicht. Aber sie verwandeln das Sein und manches sieht man mit anderen Augen. Doch Gott geht die Wege mit, auf ihn kann man vertrauen und wenn leise der Schnee fällt und die Welt für einen Augenblick still wird, dann spürt man, Gott ist da, heute, morgen und an jedem neuen Tag.
Umrahmt wurde der Gottesdienst von der Horst-Frenzel Band unter der Leitung von Steffen Prell und Michael Wunder. An der Orgel Martin Franz. Nach dem Gottesdienst schloss sich noch ein gemütliches Beisammensein im Pfarrsaal an, das vom Pfarrgemeinderat Steinwiesen organisiert wurde.