Steinwiesen, sd.
Ehrung von Michael Kestel
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Michael Kestel zum Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Laudatio hielt stellv. Landrat und Mühlvogt Gerhard Wunder, der die Verdienste von Michael Kestel Revue passieren ließ. Als der Mühlenverein am 6. April 1987 gegründet wurde, war Michael Kestel eines der Gründungsmitglieder. Landrat war damals Dr. Heinz Köhler und Bürgermeister Reinhold Renk. Kestel übernahm den Posten des 2. Vorsitzenden und ab dem 18. März 2002 bis Sommer 2025 war er der 1. Vorsitzende des Vereins. Er ist ein Kreisbeamter mit Ecken und Kanten, der aber seine Leistungen und sein Licht nicht unter den Scheffel stellen sollte. Viel hat er getan, um den Verein und die Teichmühle zu dem zu machen, was sie heute sind. Man denke an die Blöchertrift zum 500. Jahrestag der Mühle und die vielen Mühlenfeste. Auch wenn es oft Diskussionen gab, es ging ihm immer nur um eins: „Seine Teichmühle und die gute Sache“. Aus der Hand von stell. Mühlvogt und Bürgermeister Gerhard Wunder erhielt er nun die Ehrenurkunde zum Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzenden. Gerade für junge Menschen dient sein Einsatz für die Mühle als Vorbild und das große Interesse, das man zurzeit erkennen kann, neue Schneidmüller, Museumsführer und alte Hasen, die wieder mit an Bord sind, ist hierfür Garant.
Neuwahlen
Nach dem Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden des Mühlenvereins Rodachtal e.V., Michael Kestel, im Mai letzten Jahres hat der zweite Vorsitzende Hans Götz kommissarisch den Vorsitz übernommen. Nun standen die offiziellen turnusmäßigen Neuwahlen an. Einstimmig wurde Hans Götz für die nächsten zwei Jahre zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite steht als 2. Vorsitzender Felix Neder, ein junger Familienvater, der beim Mühlenfest 2014 als Schneidmüller offiziell seinen Dienst aufgenommen hat. Er ist mit viel Elan dabei und sichtlich stolz auf die Teichmühle. Als Kassier wiedergewählt wurde Werner Badum, als Schriftführer Bruno Beierlorzer. Als Beiräte wurde einstimmig gewählt Rolf Menke (neu), Martin Unglaub (neu), Helmut Schwegler (neu) und Charly Heppt. Dazu kommen die Vertreter des Gemeinderates und des Kreisrates. Als Kassenprüfer fungieren Hermann Schneider und Horst Greifenstein (neu). In diesem Zuge dankte Bruno Beierlorzer allen Gewählten im Führungsteam und dem geehrten Michael Kestel. Man werde die Arbeit auf die einzelnen Gruppen aufteilen, sodass der Vorsitzende entlastet wird. Jede Gruppe, Schneidmüller, Museumsführer, Technik usw. hat dann einen Sprecher und könne so effektiver und selbstständiger arbeiten.
Neuer Schneidmüller
Stolz konnte der neue „Staawiesne Schneimülle“ Alfred Stumpf seine Urkunde aus der Hand von stellv. Mühlvogt Gerhard Wunder entgegennehmen. Er hat den Lehrgang erfolgreich absolviert und die Befähigung zur Bedienung des Vollgatters erlernt. Alfred Stumpf reiht sich ein in die Gruppe der Schneidmüller, die mit viel Elan und Einsatz für die Teichmühle und ihre Besucher da sind.
Grußwort des Bürgermeisters und stellv. Mühlvogt Gerhard Wunder
Wie Gerhard Wunder ausführte, hat sich die Vorstandschaft des Mühlenvereins sehr gut entwickelt. Von Seiten der Gemeinde und des Mühlvogts werde man den Verein und die Mühle auch weiterhin unterstützen, dies habe auch der neugewählte Bürgermeister bereits zugesagt. Es ist gut, dass neue und junge Leute nun mit dabei sind, aber es ist auch wichtig, dass das Wissen der älteren nicht verloren geht und auch sie sich noch gut einbringen. So wie Bernhard Lang, dem langjährigen Schneidmüller, der nun wieder zurück an Bord ist. Diese Traditionen im Frankenwald müssen bewahrt werden, genauso wie das Heimatmuseum im Ort, das nun von Rolf Menke und ihm selbst weiter betreut wird. „Die Gäste und Besucher sollen doch einen Einblick erhalten, wie das Leben im Dorf und in der Mühle früher war“, betonte Wunder.
Rückblick, Vorschau und mehr
Vorsitzender Hans Götz ging in seinem Bericht auf das Jahr 2025 ein und meinte, dass man das Mühlenmuseum Teichmühle immer stärker zu einem funktionierenden Organismus gemacht habe. Arbeitseinsätze fanden statt, wo jeder sofort wusste, was zu tun ist, der neue 2. Vorsitzende Felix Neder hat hier die Fäden gezogen und mit Alfred Stumpf einen neuen Schneidmüller gewonnen. Die Website des Vereins wurde auf Vordermann gebracht und man arbeitet wieder eng mit dem Tourismusbüro zusammen. Das Mühlengelände präsentiert sich in einem so guten Zustand, wie lange nicht und dafür dankte er vor allem Günther Partheymüller und dem Mühlenpfleger Manfred Reimann. Auch in 2026 hat man viel vor. Vor allem im touristischen Sektor ist einiges geplant. Eine einheitliche Kleidung der Schneidmüller an den Sonntagen, wenn für Führungen geöffnet ist, stellte Hans Götz vor. Eine Terrasse mit Sitzmöglichkeiten soll entstehen, die Elektrik verbessert und internationale Schneidmüllerkurse durchgeführt werden. am internationalen Mühlentag am Pfingstmontag, 25. Mai, gibt es auch an der Teichmühle ein Programm und beim Genussfest am 12. September werde man sich ebenfalls beteiligen.
Ideen für die Zukunft
Hans Götz brachte noch eine Idee ins Spiel. Es wäre doch eine Aufwertung der Flößergemeinden, wenn auch auf den Ortsschildern erkenntlich wäre, dass es ein Flößerort ist. Schließlich sei das Flößerwesen ein anerkanntes immaterielles Kulturerbe und auf diese Tradition sind die Floßvereine und auch der Mühlenverein sehr stolz. Natürlich würde das nicht nur für Steinwiesen, sondern auch für die umliegenden Nachbarvereine und Gemeinden gelten. „Ich glaube, auch wenn es viel Bürokratie werden wird, es ist die Arbeit und die Initiative wert“, betonte Götz.
Der Vorsitzende des Floßvereins Unterrodach, Christian Heller, gab als Vorschau bereits jetzt bekannt, dass der deutsche Flößertag 2027 vom 9. – 12. September in Unterrodach ausgerichtet wird. Dabei sind natürlich die Vereine aus Wallenfels, Friesen und Neuses. Es wäre toll, wenn man hier die Teichmühle auch mit einbeziehen könnte.