Steinwiesen, sd. Ein namenloses Tier, das nicht weiß, was es ist und deshalb für dumm gehalten wird, steht traurig auf der Bühne auf dem Spielplatz des Kindergartens „St. Marien“ in Steinwiesen. „Wer bin ich? Was bin ich?“ fragt es sich. Niemand kann es ihm sagen, nicht der Laubfrosch, der quakt und ihn für dumm hält. Und auch nicht die Pferdemutter, die meint, aus ihm werde niemals ein Pferd. Langsam geht das namenlose Etwas weiter, es rudert mit einem Boot über den See und fragt die Fische, aber auch dort findet er keine Antwort, denn „ein Fisch bist du nie und nimmer“, sagen die Fische. Auch das Nashorn, das im See so vor sich hindöst, kann ihm nicht helfen, denn wie ein Nashorn sieht es nun wirklich nicht aus. Immer trauriger wird das Tier, ach wäre es doch endlich jemand, zum Beispiel ein bunter Papagei, denn Farben hat es doch eigentlich genug. Doch auch ein bunter Vogel ist es nicht. Es lässt sich aber nicht unterkriegen und nach einer erholsamen Nacht auf einer Wolke und einem Besuch bei den Hunden, erwachen bei ihm die Lebensgeister. Es merkt, dass es nicht wie alle anderen sein muss, kein Fisch, kein Hund, kein Papagei. Das namenlose Tier ist einfach „Ich bin Ich“. Plötzlich freut es sich wieder an der schönen Welt, die ihm gut gefällt. Es sieht lauter runde, bunte Seifenblasen, die wie aus Glas um ihn herumfliegen und in der größten Seifenblase sieht es sein eigenes Bild. Und da weiß es genau, was es ist und erzählt es den Tieren. „So, jetzt weiß ich, wer ich bin! Kennt ihr mich? Ich bin Ich“, so sprach das Tier stolz, super dargestellt von Alexander Müller.
Trotz der tropischen Temperaturen waren alle Kindergartenkinder von den Kleinsten bis zu den Vorschulkindern mit großem Elan bei der Aufführung dabei. Da wurde getanzt, gesungen und die Botschaft hinaus getragen zu den Eltern und Verwandten, die stolz zugeschaut haben. Nach ihrem Auftritt konnten sich die Kids noch an verschiedenen Spielstationen austoben und wurden ausgiebig mit kühlen Getränken versorgt.
Sandra Schuberth begrüßte als Leiterin des Kindergartens St. Marien zusammen mit der Elternbeiratsvorsitzenden Vanessa Sonntag alle Kinder, ihre Eltern und Verwandten und alle Gäste. Ihr Dank galt allen, die mitgeholfen haben, dass dieses Fest so gut über die Bühne gegangen ist. Besonders galt ihr Dank auch dem Musikverein für die Biertischgarnituren und der Soldaten- und Reservistenkameradschaft für die Sonnenschirme. Bei ihrer Ansprache bat Vanessa Sonntag auch darum, sich beim Elternbeirat und beim Förderverein zu engagieren, damit auch in Zukunft alles für die Kinder getan werden kann.
Spende
Der Förderverein Steinwiesener Fasching e.V. hatte im letzten Jahr ein Abschiedskonzert der „Ghostriders“ organisiert und überreichte nun aus dem Überschuss eine Spende von 333,33 Euro an den Kindergarten bzw. den Förderverein. Damit unterstützen sie die Arbeit und das Engagement, das immer wieder den Kindern zugutekommt. Sandra Schuberth nahm den Scheck in Empfang und dankte im Namen der Kinder und des Fördervereins recht herzlich.