Zeltlager der Katholischen Jugend Naila/Selbitz bei Steinwiesen
Naila/Selbitz/Steinwiesen, Udo v. Toussaint. Zum rekordverdächtigen 48. Mal hieß es in der ersten Ferienwoche endlich wieder ,,Zeltlager"! Vom 02.08. bis 08.08.2026 verbrachten 80 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren und Gruppenleiter verschiedener Konfessionen gemeinsam bei Steinwiesen eine abwechslungsreiche Zeit im Zeltlager der katholischen Jugend Naila/Selbitz.
Ein besonderer Dank gilt der Marktgemeinde Steinwiesen mit ihrem Bürgermeister Sven Schuster, sowie Simone Michel und Christopher Weinmann für die großartige Unterstützung.
Der idyllische Zeltplatz im Leitschtal füllte sich am Sonntagnachmittag rasch mit Leben, als die zahlreichen Zelte und Sportangebote wie Badminton unter der Leitung von Gemeindereferentin Lisa-Maria Eberhardt und des Betreuerteams aufgebaut wurden. Dabei wurde eine LKW-Brücke kurzerhand in eine begehbare Dusche umfunktioniert – die mit dem im Laufe der Woche immer heißer werdenden Wetter intensiv genutzt wurde. Das diesjährige Thema des Zeltlagers war eine Weltreise angelehnt an die aktuelle Weltsituation: Im Laufe des Zeltlagers galt es für die Teilnehmer Umweltprobleme auf den verschiedenen Kontinenten zu bewältigen. Dies führte sie in den sieben Tagen des Lagers um die Welt – und gleich am Anfang galt es eine Krise in Asien zu bewältigen. Nach diesem erfolgreichen Beginn endete der Sonntag mit gemeinsamem Singen und Gitarrenklängen. Leider konnte aufgrund der Trockenheit und der hohen Waldbrandwarnstufe dieses Jahr kein Lagerfeuer geschürt werden. Die dadurch reduzierte Helligkeit in den Nächten motivierte offenbar einige ,,Überfäller" zu Besuchen: In den ersten Nächten fanden mehrere Überfälle auf den Lagerwimpel statt, die teilweise knapp, aber letztlich erfolgreich durch die Lagerwache abgewehrt werden konnten.
Im Laufe des Montags konnte jede und jeder persönlichen Utensilien basteln, die bei der Mission ‚Rettung der Welt‘ von Nutzen sein würden. Bei Temperaturen über 30 Grad fand dann am Nachmittag die Lagertaufe für die Erstteilnehmer statt. Am Dienstag wurde im Freibad Kronach zuerst das gute Wetter genossen, bevor es am Abend zu einer Nachtwanderung mit Überraschungen ging. Der spannende Weg durch den von seltsamen Gestalten bevölkerten Wald war eine Erfahrung, die in den späteren Erzählungen natürlich ganz furchtlos gemeistert wurde. Bei Sonnenschein fand am Tag darauf das große Tagesspiel statt: Es galt in alten Mayapyramiden Hinweise auf den Ursprung einer neu ausgebrochenen Virusinfektion in Südamerika zu finden. Hier konnten die Kinder in drei konkurrierenden Gruppen ihren Scharfsinn und ihre Geschicklichkeit bei der Untersuchung der Pyramiden einbringen und es galt fortwährend die richtige Balance zwischen Archäologen und einheimischen Beschützern zu finden. Andernfalls drohte eine andere Gruppe die Pyramide zu übernehmen. Schließlich wurde das Skelett des Erstinfizierten in einer der Pyramiden und damit die Grundlage für das Heilmittel gefunden. Zurück im Zeltlager brachten am späteren Nachmittag dann zwei Mitarbeiter des KJR Kronach den Kindern und Jugendlichen eine Reihe neuer Spiele nahe, u.a. einen computergestützten Schnelligkeitsparcours und Geschicklichkeitsspiele, die begeistert angenommen wurden. Am Donnerstag stiegen bei strahlend blauem Himmel die Temperaturen weiter – ideal für einen kleinen Ausflug entlang des Leitschbaches mit diversen Wasserspielen und einem Mittagessen am Steinwiesener Spielplatz. Am Abend besuchte Gemeindereferentin Michaela Meusel aus Hof das Lager und zelebrierte an einem eigens aufgebauten Naturaltar im Leitschtal den Lagergottesdienst, der von und mit den Teilnehmern gestaltet wurde.
Durch die Aktivitäten aufkommender Hunger wurde während der Woche durch das Küchenteam um Sandra Findeiß mit Delikatessen gestillt, die sich an dem jeweiligen Kontinent des Tages orientierten – auch unterstützt durch eine Spende der Hofer Firma Melzer. Strahlender Sonnenschein lockte auch am Freitag die letzten Nachtwachen hervor und die Temperaturen waren ideal für Spiele im Schatten des Leitschwaldes rund um das Lager und am Bach. Bei der folgenden abendlichen Abschlussveranstaltung präsentierten einzelne Gruppen von der Zeltlagerwoche inspirierte Stücke und setzten diese gelungen in Szene. Mit den auf allen Kontinenten bewältigten Krisen konnten abschließend alle Zeltlagerteilnehmer mit ihren Boardingpässen die Rückreise ins Leitschtal antreten und den Abend müde aber glücklich ausklingen lassen.
Am erneut sonnigen Samstag erwartete die glücklichen Lagerbewohner/innen dann gegen Mittag die Rückkehr in den Alltag und sie wurden von ihren Eltern abgeholt. Da das Zeltlager leider nur einmal im Jahr stattfindet, sehnten sich etliche Teilnehmer/innen aber schon am Abend nach dem Beginn des Zeltlagers im Sommer 2027.