Haushalt 2026: Wir investieren in die Zukunft unserer Großgemeinde
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
bei unserer Klausurtagung „Steinwiesen 2032“ hat der Marktgemeinderat gemeinsam die Schwerpunkte für die kommenden Jahre gesetzt. Im Mittelpunkt stehen eine verlässliche Daseinsvorsorge, die Erneuerung unserer Infrastruktur, die Entwicklung unserer Ortskerne und die Lebensqualität in allen Ortsteilen.
Der Haushalt 2026 umfasst rund 12,86 Millionen Euro. Mehr als 5,2 Millionen Euro davon werden investiert. Die finanziellen Rahmenbedingungen sind zugleich anspruchsvoll: Die Schlüsselzuweisung sinkt um rund 135.000 Euro, bei der Gewerbesteuer rechnen wir mit 75.000 Euro weniger. Gleichzeitig steigt die Kreisumlage um 291.300 Euro auf rund 2,07 Millionen Euro.
Auch die Schuldenentwicklung müssen wir offen darstellen. Ende 2023 lagen die Verbindlichkeiten bei rund 2,49 Millionen Euro, Ende 2024 bei rund 2,80 Millionen Euro und Ende 2025 bei rund 3,10 Millionen Euro. Für 2026 ist eine Kreditaufnahme von 567.800 Euro vorgesehen. Nach Abzug der Tilgung steigt der Schuldenstand zum Jahresende voraussichtlich auf rund 3,45 Millionen Euro.
Diese Entwicklung zeigt, dass wir unsere Vorhaben klar priorisieren und Kosten, Förderungen und Folgekosten genau im Blick behalten müssen. Entscheidend ist aber auch, wofür wir die Mittel einsetzen. Wir investieren überwiegend in notwendige Infrastruktur und damit in die Zukunft unserer Großgemeinde.
Unsere Pflichtaufgaben stehen dabei an erster Stelle. Seit Mai wurden sechs Wasserrohrbrüche festgestellt, die teilweise bereits behoben wurden. Jeder einzelne Schaden verursacht erhebliche Kosten und zeigt, wie wichtig die schrittweise Erneuerung unserer Wasser- und Kanalleitungen ist.
Zugleich musste unser Bauhof zunächst mit den notwendigen Fahrzeugen, Maschinen und Geräten ausgestattet werden. Nur so können Straßenunterhalt, Winterdienst, Grünpflege, Reparaturen und viele weitere Arbeiten zuverlässig erledigt werden. Diese Anschaffungen werden nahezu vollständig über das Investitionsbudget finanziert.
Ein wichtiges Zukunftsprojekt ist der geplante Umbau der ehemaligen VR-Bank. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Kronach soll dort eine Frühförderstelle entstehen. Zusätzlich sind zwei Wohnungen vorgesehen. Nach dem aktuellen Planungsstand gehen wir von geschätzten Gesamtkosten in Höhe von rund 1 – 1,5 Million Euro aus. Auch die möglichen Fördermittel beruhen derzeit noch auf den bisherigen Förderaussichten. Die endgültigen Kosten und die tatsächliche Förderhöhe stehen erst nach Abschluss der Planung, der Ausschreibung und dem Vorliegen des Förderbescheides fest.
Mit einem mittleren sechsstelligen Betrag werden wir einen bestehenden Lebensmittelmarkt erwerben. Damit wollen wir einen wichtigen Nahversorgungsstandort langfristig sichern und zugleich Einfluss auf seine weitere Entwicklung behalten. Für unsere Bürgerinnen und Bürger bedeutet das kurze Wege und eine verlässliche Versorgung vor Ort.
Im Feststoudl Neufang wird eine notwendige Lüftungsanlage eingebaut. Bei Kosten von rund 240.000 Euro konnten wir eine echte Förderung von 90 Prozent erreichen. Beim Markt Steinwiesen verbleibt damit ein Eigenanteil von rund 24.000 Euro.
Auch den Tourismus sowie unsere Kinder und Familien behalten wir im Blick. Die geplante Himmelsschaukel soll unser Naherholungsgebiet Leitschtal mit dem Wald-Aktiv-Pfad erweitern und ergänzen. Dafür konnte eine Förderung über das LEADER-Programm generiert werden. Der Spielplatz in Neufang wird erneuert und mit neuen Spielmöglichkeiten ausgestattet.
Mit der Ankerbrücke und dem Stauraumkanal werden zudem zwei bereits begonnene große Infrastrukturmaßnahmen fortgeführt.
In den kommenden Jahren stehen weitere erhebliche Aufgaben an. Dazu gehören der Ausbau der Straße Am Gries mit der Erneuerung von Wasserleitung und Kanal sowie die Griesbrücke. Die Kosten der Brücke können derzeit noch nicht belastbar beziffert werden. Die grundsätzliche Förderfähigkeit wurde jedoch in Aussicht gestellt.
Weitere Schwerpunkte sind das Baierswehr, der Straßenausbau in Birnbaum, die Kanalsanierung in Neufang und der Neubau des Pumpwerks in Berglesdorf.
Eine besondere finanzielle Herausforderung ist die für 2027 und 2028 vorgesehene Sanierung des Freibades. Die derzeit geschätzten Gesamtkosten liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Der voraussichtliche Eigenanteil des Marktes Steinwiesen beträgt nach der aktuellen Finanzplanung rund 1,5 Millionen Euro. Auch hier sind Kosten und Förderhöhe noch nicht abschließend festgelegt.
Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung sowie den Gruppierungen CSU, Miteinander für die Großgemeinde Steinwiesen und SPD sowie den Fraktionsvorsitzenden für das sehr gute und vertrauensvolle Miteinander.
Ein besonderer Dank gilt auch unserem Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner und unserem Landrat Klaus Löffler. Beide haben für die Anliegen des Marktes Steinwiesen stets ein offenes Ohr und unterstützen uns aktiv dabei, Fördermöglichkeiten zu erschließen und wichtige Projekte für unsere Großgemeinde voranzubringen.
Alle Beschlüsse, die diesem Haushalt zugrunde liegen, wurden einstimmig gefasst. Das ist keine Selbstverständlichkeit und zeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung für Steinwiesen, Neufang, Nurn, Birnbaum und Schlegelshaid übernehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Sven Schuster
1. Bürgermeister