Klausurtagung des Marktgemeinderats und des Stadtumbaumanagements Oberes Rodachtal
Im Gasthof „Das Fränkische Reichenbach“ in Reichenbach begrüßten 1. Bürgermeister Sven Schuster und das Stadtumbaumanagement Oberes Rodachtal am 13. Juni den Marktgemeinderat zu einer gemeinsamen Klausur. Ziel des Treffens war es, den Rat über die anstehenden Projekte und Themen sowie den aktuellen Haushalt zu informieren und gemeinsam Möglichkeiten und Wünsche zu diskutieren. Unter dem Motto „Steinwiesen 2032“ brachten die anwesenden Marktgemeinderatsmitglieder außerdem eigene Ideen für kleinere und größere Projekte ein, die Steinwiesen voranbringen sollen.
Als Inspiration was möglich ist, wenn alle am selben Strang ziehen, hatte Sven Schuster die Reichenbacher Altbürgermeisterin Karin Ritter eingeladen. Sie berichtete zu Beginn, wie aus einem leerstehenden Hof und einer Wiese der Gasthof und die großzügigen Spiel- und Freiflächen entstanden, die dank großem Engagement vor Ort und Städtebaufördermitteln nun den Ort bereichern.
Im Anschluss ging es direkt an die Themen: Sanierungen von Straßen, Kanäle und Brücken stehen an und die Sanierung der Schwimmbadanlage. Hier wurden ausführlich verschiedene Möglichkeiten diskutiert, etwa, ob man sich auf das Erlebnisbad mit Saunabereich als Alleinstellungsmerkmal konzentriert.
Beim Thema Bauen und Wohnen ging es um die gemeindeeigenen Mietwohnungen und das Thema Grünflächen: Die Beete im öffentlichen Raum, die von der Gemeinde gepflegt werden, sollen neu bepflanzt werden mit mehrjährigen Stauden, die die Pflege erleichtern. Begonnen wird am westlichen Ortseingang als Willkommensgruß an Bürger und Besucher. Viel diskutiert wurde beim Thema Daseinsvorsorg. Die Sicherung der Nahversorgung in unserem Ort und das Aufwerten der Gastronomie sind Themen, die den Markt Steinwiesen langfristig begleiten werden. Hier braucht es eine sinnvolle Strategie, wie die Gemeinde an welcher Stelle einwirken kann und sollte. Auch beim Thema Tourismus braucht es einen mutigen Blick in die Zukunft. Steinwiesen hat mit dem Naherholungsgebiet Leitschtal, der Ködeltalsperre oder dem Aussichtsturm bei Birnbaum Angebote, die mit etwas Zuwendung zu Attraktionen werden können. Themen wie Wasser, Natur und Gesundheit können auch im Ort gespielt werden, etwa mit der Schaffung von Wassererlebnisflächen.
Dass die Gemeinde keine riesigen Luftsprünge machen kann, zeigte der Blick auf die Haushaltsplanung. Die wichtigen Investitionen in die Infrastruktur binden einen großen Teil der Mittel. Aber – und das zeigen Beispiele wie Reichenbach, Teuschnitz oder Gundelsheim – mit guter Vernetzung, geschickten Lösungen und persönlichem Einsatz kann einiges erreicht werden.
Im Anschluss an den Info-Block waren der Marktgemeinderat aufgefordert, eigene Projektideen einzubringen. Das ließen sich die Anwesenden nicht zweimal sagen und so füllten nach kurzer Zeit etwa 50 Kärtchen die Pinnwände. Die anschließende Bewertungsrunde zeigte, welche Themen als besonders wichtig eingeschätzt werden: Aufbau einer kommunalen Energieversorgung, das Stärken unserer Gastronomie, etwa dem Kiosk Mauthaus/Hubertushöhe, der Erhalt des Fritzla, ein Versorgungsangebot am Leitschtal-Spielplatz, z.B. ein Eiswagen, eine Filial-Apotheke, das Aufwerten der Wanderwege oder das Schaffen weiterer, gemeindeeigener Mietwohnungen.
Einige der Themen kann die Gemeinde nicht direkt beeinflussen – der Einsatz der Marktgemeinderäte, unserer Vereine oder einzelner Personen ist gefragt – aber sie kann gute Bedingungen schaffen und Ideen mit offenem Ohr begegnen. Die Umsetzung der konkreten Projekte wird nach und nach im Gemeinderat beschlossen. Aus den vielen Projektideen des Marktgemeinderats erstellt das Stadtumbaumanagement in Abstimmung mit der Verwaltung auf Grundlage der Priorisierung einen Fahrplan.
Dass in Steinwiesen schon viel Gutes erreicht wurde und es sich gut in unserem Ort mit seinen Ortsteilen lebt, darüber waren sich am Ende alle einig. Bürgermeister und Räte blicken zuversichtlich auf die nächsten 6 Jahre und arbeiten gemeinsam an der Zukunft der Marktgemeinde Steinwiesen.