Steinwiesen setzt weiter auf den Tourismus

18. August 2026: Gemeinsam die eigenen Stärken ins Rampenlicht rücken

Steinwiesen (sd) – Steinwiesen und die Urlauber – das ist eine Verbindung mit langer Tradition. Viel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Geblieben ist der Anspruch, Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten und dabei die besondere Landschaft, die Ruhe im Grünen und attraktive Freizeitmöglichkeiten miteinander zu verbinden. Steinwiesen ist seit 1976 staatlich anerkannter Erholungsort und versteht sich auch heute als Tourismusgemeinde. Der Tourismus gehört zur Geschichte des Ortes und soll ebenso ein wichtiger Teil seiner Zukunft sein. Deshalb hat sich die Gemeinde gemeinsam mit ihren Partnern auf den Weg gemacht, die vorhandenen Stärken noch besser miteinander zu verbinden, weiterzuentwickeln und stärker ins Rampenlicht zu rücken.

Dabei geht es nicht darum, Steinwiesen neu zu erfinden. Vieles ist bereits vorhanden: eine besondere Natur- und Kulturlandschaft, Wander- und Radwege, attraktive Freizeitangebote, Gastronomie, Gastgeber und eine lange Urlaubstradition. Dieses Potenzial soll Schritt für Schritt weiterentwickelt und besser sichtbar gemacht werden.

So punktet Steinwiesen bereits mit dem Wald-Aktiv-Pfad im Leitschtal. Die Wildkatze „Wilma“ begleitet die Gäste zu elf Erlebnisstationen, an denen zahlreiche Aktivitäten auf kleine und große Besucher warten. Nun soll neben der beliebten Kugelbahn eine weitere Attraktion entstehen. Das Projekt „Zwischen Himmel und Wald“ erweitert das Angebot um eine Himmelsschaukel, die Jung und Alt gleichermaßen begeistern soll. Im Tal entsteht eine erste Station mit zwei Sandsteinmurmelbahnen am Geh- und Radweg.

Die einzelnen Projekte sollen dabei nicht für sich alleine stehen. Ziel ist es, das Leitschtal und die weiteren touristischen Angebote Schritt für Schritt zu einem attraktiven Gesamterlebnis weiterzuentwickeln.

Um einen möglichst sicheren Zugang zum Erlebnis-Leitschtal mit seinem Spielplatz, dem Wald-Aktiv-Pfad und den umliegenden Wanderwegen zu ermöglichen, wurde vom Ende des Gehweges am Ortsausgang bis zum Beginn des Geh- und Radweges durch den Landkreis Kronach ein Streifen am Straßenrand für Fußgänger geschaffen.

Innerorts erfolgt in Kürze der Startschuss für die Bauarbeiten am „Erlebnisweg an der Rodach“. Am Geh- und Radweg vom Erlebnisbad in Richtung Ortsmitte soll zudem ein Wasserspielplatz entstehen, der von Rainer Kober angeregt und finanziert wird.

Für das Jahr 2027 ist noch mehr geplant, um insbesondere das Leitschtal weiter aufzuwerten. Mit dem geplanten Bau eines Kneippbeckens im Leitschbach soll auch das Thema Gesundheit stärker aufgegriffen werden. Weiterhin sollen die Informationstafeln am Radweg Richtung Leitschmühle erneuert, modernisiert und in einem neuen Design gestaltet werden. 

Geht man vom Leitschtal weiter hinauf in Richtung Birnbaum, soll eine Rad- und Gehwegeverbindung von Birnbaum bis zum Wasser- und Aussichtsturm geschaffen werden. Damit könnte auch dieses attraktive Ausflugsziel künftig direkt von Steinwiesen aus über das Radwegenetz erreicht werden.

Ein großes Projekt wird vor allem die Sanierung des Freibades sein. Hier kann die weitere Umsetzung jedoch erst nach Vorliegen des Förderbescheides konkret vorangetrieben werden.

All diese Maßnahmen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die vorhandenen Stärken Steinwiesens sollen besser miteinander verknüpft werden. Naturerlebnis, Wasser und Wald, Wandern und Radfahren, Freizeitangebote und Gastronomie sollen sich gegenseitig ergänzen und dafür sorgen, dass Steinwiesen für Urlaubsgäste und Tagesbesucher ebenso attraktiv bleibt wie für die eigene Bevölkerung.

Bei vielen Projekten, insbesondere am Wald-Aktiv-Pfad und am Wald-Info-Weg, sind unterschiedliche Partner wie der Tourismusverband oder die Bayerische Staatsforsten mit im Boot. Dabei endet das touristische Denken nicht an der Gemeindegrenze. Gerade das Obere Rodachtal verfügt über zahlreiche Angebote, die sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam noch stärker genutzt und vermarktet werden können.

Da ist die Rodachtalbahn mit dem „Roten Brummer“, die viele Gäste aus der Ferne anzieht. Hinzu kommt die Teichmühle, bei der sich ein verjüngtes Team gemeinsam mit der Erfahrung der älteren Generation einiges einfallen lässt. Und natürlich gehört auch die Flößerei in Wallenfels dazu, die jedes Jahr zahlreiche Besucher aus nah und fern zu diesem besonderen Erlebnis lockt. Wanderwege, FrankenwaldSteigla und Mountainbike-Strecken ergänzen das vielfältige Angebot im Oberen Rodachtal.

Gastronomie – ein wichtiger Baustein für erfolgreichen Tourismus

Ein attraktiver Urlaubsort braucht auch ein gutes gastronomisches Angebot. Gäste möchten nach einer Wanderung oder Radtour einkehren, am Abend essen gehen oder einfach bei Kaffee und Kuchen verweilen. Tourismus und Gastronomie profitieren deshalb unmittelbar voneinander.

Auch in Steinwiesen waren die vergangenen Jahre für die Gastronomie nicht einfach. Die Folgen der Corona-Pandemie, stark gestiegene Energie- und Betriebskosten sowie der zunehmende Fachkräftemangel stellten viele Betriebe vor große Herausforderungen. Umso erfreulicher ist es, dass sich das gastronomische Angebot inzwischen wieder stabilisiert und weiterentwickelt.

Wagners Hotel konnte schwierige Phasen unter anderem durch die Zusammenarbeit mit den anderen Häusern der Gruppe überbrücken. Improvisation und Umstrukturierung waren gefragt, teilweise mussten Aufgaben ausgelagert beziehungsweise in andere Häuser verlegt werden. Hinzu kamen fehlende Arbeitskräfte und erhebliche Kostensteigerungen, insbesondere im Energiebereich.

Inzwischen hat sich die Situation wieder verbessert. Vor Ort steht wieder ein gutes Team zur Verfügung. Das gastronomische Angebot richtet sich dabei nicht nur an die im Haus untergebrachten Urlaubsgäste, sondern wieder verstärkt auch an Gäste von außerhalb und Einheimische. Mit einer neuen Speisekarte und frisch zubereiteten Gerichten möchte man punkten. Mittags und abends gibt es „À la carte“, nachmittags eine Brotzeitkarte und sonntags wechselnde Bratengerichte. Terrasse und Gasträume laden tagsüber auch zu Kaffee, Kuchen oder Eis ein.

Auch im Gasthof „Zum Goldenen Anker“ wird kulinarisch einiges geboten. Gehobene Hausmannsküche, mit Liebe gekocht und serviert, gibt es von Donnerstag bis Samstag ab 17 Uhr. Mittagstisch wird am Sonntag ab 11 Uhr mit verschiedenen Bratengerichten und Klößen angeboten, ab 17 Uhr ist ebenfalls wieder geöffnet. Der idyllische Biergarten lädt im Sommer zum Verweilen ein. Dort finden auch immer wieder Veranstaltungen statt. Ebenso sind Grillfeiern und Cocktailpartys möglich.

Die Torten aus dem „Bistro Leitsch Café“ sind weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Von Mai bis September hat auch der Biergarten geöffnet; Montag und Dienstag sind Ruhetage. In den übrigen Monaten öffnet das Café am Wochenende. Selbstgemachte Torten, kleine Brotzeiten und Eisbecher gehören zum Angebot.

Kuchen und Kaffee, Eis und Kaltgetränke gibt es auch im kleinen „Café Kleeblatt“ in der Ortsmitte. Das gemütliche Ambiente und die Tischchen vor dem Haus laden zum Verweilen ein. Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag stehen nachmittags frische Kuchen auf dem Programm.

Auch im Ortsteil Nurn gibt es mit dem Gasthaus Klug ein gastronomisches Angebot. Neben Getränken sowie Currywurst und Wurstsemmeln wird mittwochs ein wechselndes größeres Gericht angeboten. Das Gasthaus öffnet täglich außer donnerstags.

Daneben gibt es weitere kleinere Möglichkeiten zur Einkehr beziehungsweise für Getränke. Was viele der Gastronomiebetriebe gemeinsam haben: Sie können auch für Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder andere Veranstaltungen gebucht werden. „Auf Vorbestellung geht bei uns fast alles“, so die einhellige Meinung.

Nahversorgung gehört zum Gesamtangebot

Natürlich wollen nicht alle Urlaubsgäste regelmäßig im Restaurant essen. Gerade für die vielen gut ausgestatteten Ferienwohnungen in der Großgemeinde ist deshalb auch eine funktionierende Nahversorgung von Bedeutung.

Hier konnte Bürgermeister Sven Schuster sowohl Gäste als auch Bürgerinnen und Bürger beruhigen: „Jeder kann hier seinen täglichen Bedarf decken. Die Lebensmittelversorgung ist gesichert.“

Für Steinwiesen gehören deshalb viele Bausteine zusammen: attraktive Natur- und Freizeiterlebnisse, gute Wander- und Radwege, Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten und eine funktionierende Nahversorgung.

„Wir wissen, welche Stärken Steinwiesen hat“, so Bürgermeister Sven Schuster. „Jetzt geht es darum, diese Stärken gemeinsam noch besser zu nutzen, miteinander zu verbinden und auch nach außen sichtbar zu machen. Wir wollen den Tourismus nicht mit einem einzelnen Großprojekt neu erfinden, sondern Baustein für Baustein das weiterentwickeln, was uns auszeichnet: unsere Natur, das Leitschtal, Wasser und Wald, unsere Freizeitangebote, unsere Gastgeber und unsere Gastronomie. Steinwiesen ist eine Tourismusgemeinde – und wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht, dieses Profil in den kommenden Jahren wieder deutlich stärker ins Rampenlicht zu rücken.“